CLAUDE DEBUSSY und sein Monsieur CROCHE___CD

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„… Haben Sie schon einmal die Feindseligkeit des Publikums im Konzertsaal bemerkt? Haben Sie sich je diese Gesichter angeschaut, grau vor Langeweile, Gleichgültigkeit, ja Stumpfsinn? Niemals werden sie jene reinen Dramen miterleben, die sich im symphonischen Konflikt abspielen, wo man die Möglichkeit erahnt, zum Gipfel des Klanggebäudes emporzusteigen und dort die Luft der vollkommenen Schönheit zu atmen. Diese Leute, mein Herr, wirken immer wie mehr oder weniger gut erzogene Gäste: Sie erfüllen geduldig ihre langweilige Pflicht und harren nur deshalb aus, weil sie am Ausgang gesehen werden wollen; warum wären sie sonst gekommen?…“

 

So äußert sich ein skurriles Männchen, dem Humor völlig abgeht und das allenfalls ein Lächeln produziert, bei dem es einem kalt über den Rücken läuft. Sein ständiger Begleiter ist eine Zigarre, die bei langen Monologen auszugehen pflegt, sein Name ist Monsieur Croche. Es ist ein Phantasiename, den der Komponist Claude Debussy im Verlauf seiner Tätigkeit als Musikkritiker ersann. Monsieur Croche ist Debussys „zweites Ich“, sein Gesprächspartner, der wegen seiner direkten und scharfzüngigen Art geliebt und gehasst wurde.

 

Katharina Schütz liest und der Konzertpianist Per Rundberg spielt

 

Ein erfolgreiches Duo.
Schon 2010 begann die erfolgreiche Zusammenarbeit mit einer Chopin-Sand-Soirée. Es folgten Programme zu den Komponisten Gustav Mahler und Fanny Mendelssohn und sie kombinierten die Novelle „Angst“ von Stefan Zweig mit Préludes von Sergei Rachmaninoff, die Impromptus von Franz Schubert mit „Das Erdbeben in Chili“ von Heinrich von Kleist und die Erzählung „Unterm Apfelbaum liegen“ von Alice Munro mit den acht Fantasiestücken op 12 von Robert Schumann.
Presse

¡¡ diese Lesung ist mit und ohne Musik buchbar !!

 

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